Auf PCs, die das DATEV SiPa compact installiert haben, verlangte Outlook seit heute beim Versenden von E-Mails mit S/MIME-Signatur nach der DATEV-Smartcard (mIDentity-Stick).
Grund hierfür war, dass – in diesem Fall seit 1.3. (warum auch immer) – sich ein S/MIME-Zertifikat der DATEV für E-Mails auf den PCs befindet. Die Nutzung dieses Zerifikats kann unerwünscht sein, wenn andere S/MIME-Zertifikate vorhanden sind und verwendet werden sollen.
Nach Aufruf von certmgr.msc kann mit der rechten Maustaste über Eigenschaften, das DATEV-Zertifikat, welches „Sichere E-Mail“ unter „Beabsichtigte Zwecke“ vermerkt hat, für diesen Zweck oder ganz deaktiviert werden. Die Meldung „Windows-Sicherheit: Smartcardgerät auswählen“ beim Mailversand verschwindet somit.

Kleiner Nachtrag:
Nach jeder Datev-Anmeldung wird das unerwünschte Zertifikat leider neu installiert. Mit diesem Powershellbefehl (am besten als .ps1-Datei speichern) kann es entfernt werden:
gci cert:\CurrentUser\My\00009E4405741151342B22000705029445215 | foreach { Remove-Item $_.PSPath }
Die obige Beispiel-Id-Nummer natürlich durch die des Zertifikats ersetzen. Diese kann so abgerufen werden:
gci cert:\CurrentUser\My | fl
Wenn man nun noch eine Desktopverknüpfung „nach Datev.cmd“ (oder ähnlich) anlegt, die das Powershellscript aufruft, kann man über diese nach jedem Datev-Logout das Zertifikat entfernen.
%windir%\System32\WindowsPowerShell\v1.0\powershell.exe -File "[Dateipfad]\[Skriptname].ps1"
Zuvor muss einmalig eine Powershell mit Admin-Rechten gestartet werden, um dort die Scriptausführung zu erlauben (Achtung, hiermit werden auch ggf. unerwünschte Scripts freigegeben, dies kann eine Sicherheitslücke darstellen):
Set-ExecutionPolicy -ExecutionPolicy Unrestricted
Hat jemand eine elegantere Lösung? Z.B. das Ganze Datev-seitig zu verhindern?